Eigene KI
Deine Modelle, dein Rechner: Blurami spricht direkt mit ihnen.
Was „Eigene KI“ ist
Ab Pro kann Blurami statt unseres Dienstes deine eigenen KI-Modelle nutzen – auf deinem PC zu Hause, auf einem Mac oder auf einem Server, den du selbst mietest.
Die App spricht direkt mit deinem Rechner. Nichts davon läuft über unsere Server: Adressen liegen in deiner iCloud, Schlüssel nur in deinem iCloud-Schlüsselbund. Bilder auf deinem eigenen Modell kosten keine Credits.
Was dein Modell übernehmen kann:
- Analysieren – beschreiben, was auf einem Foto zu sehen ist (braucht ein Modell, das Bilder sieht)
- Verbessern – deinen Wunsch als Anweisung für das Bildmodell formulieren
- Bilder bearbeiten – Personen entfernen, Hintergründe ändern – mit ComfyUI und Qwen-Image Edit
Auch auf deinem Modell schreibt Blurami die Anfrage und prüft die Antwort gegen dieselben Regeln wie beim Dienst. Was du einrichtest, findest du in der App unter Einstellungen › Eigene KI.
Was du brauchst
- Für Texte: LM Studio (oder Ollama) mit einem Sprachmodell.
- Für Bilder: ComfyUI mit einem Bildmodell.
- Einen Rechner: eine NVIDIA-Grafikkarte ab 8 GB oder einen Mac mit Apple Silicon ab 16 GB Arbeitsspeicher. Mehr Speicher heißt größere, bessere Modelle.
iPhone und Rechner müssen sich erreichen können – im selben WLAN oder unterwegs über dein eigenes VPN (siehe unten).
LM Studio einrichten
- LM Studio von lmstudio.ai laden und installieren.
- Unter Discover ein Modell suchen und laden (Empfehlungen im nächsten Abschnitt).
- Unter Developer den Server starten und Serve on Local Network einschalten.
LM Studio zeigt die Adresse, meist
http://<IP deines Rechners>:1234. - In Blurami: Einstellungen › Eigene KI › Dienst hinzufügen – Art „LM Studio“, die Adresse eintragen. Die App liest die geladenen Modelle selbst aus.
- Unter Aufgaben das Modell für „Analysieren“ und „Verbessern“ wählen und Prüfen antippen.
Tipp: Viele Modelle „denken“ erst lange nach. Für Blurami ist das selten nötig; ohne Denken antworten sie meist in wenigen Sekunden.
Welche Textmodelle?
| Speicher | Empfehlung |
|---|---|
| 6–8 GB | Bonsai 27B von PrismML – ein 27B-Modell, stark komprimiert: 1-Bit ≈ 3,9 GB, ternär ≈ 7,2 GB, Bonsai 2 27B ternär ≈ 5,9 GB. Sieht mit der Vision-Datei auch Bilder. Alternativ Qwen3.5-9B (Q4). |
| 12–16 GB | Gemma 4 12B oder gpt-oss-20b; Qwen3.5-9B in höherer Qualität (Q8) |
| 24–32 GB | Qwen3.8-27B, Qwen3.6-35B-A3B oder Gemma 4 31B (je Q4) |
Für Analysieren braucht es ein Modell, das Bilder sieht – etwa Gemma 4, Qwen3.5-9B, Mistral Small 3.2 oder Bonsai mit seiner Vision-Datei. Die Zahlen sind Richtwerte für die Modelldateien; lange Anfragen brauchen etwas mehr.
ComfyUI für Bilder einrichten
- ComfyUI von comfy.org laden (Desktop-Version) und ein Bildmodell installieren – am einfachsten über eine der mitgelieferten Vorlagen.
- In den Einstellungen das Lauschen im Netzwerk erlauben, damit das iPhone
ComfyUI erreicht (Port meist
8188). - In Blurami: Einstellungen › Eigene KI › Dienst hinzufügen – Art „ComfyUI“. Die App erkennt, welche Modelle vorhanden sind, und schlägt die passenden vor.
- Unter Aufgaben „Bilder bearbeiten“ zuordnen und Prüfen antippen – auf Wunsch mit einem Probebild.
Welche Bildmodelle?
| Modell | Speicher | Stärke |
|---|---|---|
| Z-Image Turbo | ab 16 GB | Fotorealistisch und schnell (8 Schritte); Apache 2.0 |
| Qwen-Image Edit | 24 GB (fp8) | Bilder aus deinem Foto und Lücken füllen; Text im Bild; Apache 2.0 |
| Qwen-Image | 24 GB (fp8) | Bilder aus Worten mit gut lesbarem Text; Apache 2.0 |
| FLUX.2 [klein] 4B | 8–13 GB | Schnell, vielseitig; Apache 2.0 |
| FLUX.1 / FLUX.2 [dev] | 24 GB und mehr | Sehr hohe Qualität; nur für private Zwecke lizenziert |
| SDXL | ab 8 GB | Läuft fast überall; riesige Auswahl an Stilen |
Zum Bearbeiten deiner Fotos braucht Blurami Qwen-Image Edit. Achte auf die Lizenz des Modells, wenn du Bilder nicht nur privat nutzt.
Unterwegs
Zu Hause im WLAN genügt die Adresse deines Rechners. Unterwegs erreichst du ihn über dein eigenes VPN, etwa Tailscale oder WireGuard – nicht über uns, und ohne Ports im Router zu öffnen.
Mieten statt kaufen
Ohne passende Grafikkarte kannst du Modelle mieten – für Texte etwa Azure OpenAI, für Bilder einen GPU-Server mit ComfyUI, zum Beispiel bei RunPod:
- Einen Pod mit der Vorlage ComfyUI starten. Abgerechnet wird nach Laufzeit, auf die Millisekunde genau, je nach Grafikkarte etwa 0,50 bis 5 USD pro Stunde – eine Karte mit 24 GB (RTX 4090, RTX PRO 4000) reicht für Qwen-Image und kostet um 0,60–0,90 USD pro Stunde.
- Die Modelle auf ein Network Volume legen: Es bleibt erhalten, wenn der Pod endet, und kostet etwa 0,05–0,07 USD pro GB und Monat (100 GB ≈ 5–7 USD, 1 TB ≈ 50–70 USD). Ohne Volume lädt jeder neue Pod die Modelle neu.
- Die Adresse des Pods (
https://…-8188.proxy.runpod.net) in Blurami unter Einstellungen › Eigene KI als ComfyUI eintragen. - Nach dem Arbeiten den Pod stoppen – gestoppt kostet die Grafikkarte nichts mehr, nur noch der Speicher (150 GB etwa 0,02 USD pro Stunde). Beenden (Terminate) löscht den Pod samt Speicher und heruntergeladenen Modellen; erhalten bleibt nur, was auf einem Network Volume liegt.
Wichtig: Die Adresse eines Pods ist offen – wer sie kennt, kann darauf Bilder machen, und du zahlst die Laufzeit. Gib sie nicht weiter und lass den Pod nicht unbeaufsichtigt laufen. Schlüssel für gemietete Dienste bleiben in deinem iCloud-Schlüsselbund.
Verantwortung
Auf deinen eigenen Modellen gibt es keinen Filter eines Anbieters. Blurami prüft die Wörter gegen dieselben Sperrlisten wie beim Dienst – für das, was deine Modelle darüber hinaus erzeugen, bist du verantwortlich. Die Regeln aus den Nutzungsbedingungen gelten auch hier.